Ozean-Konferenz der Vereinten Nationen (UNOC 3), Nizza, Frankreich, 9. bis 13. Juni 2025 – gemeinsam veranstaltet von Frankreich und Costa Rica.
Zusammen mit mehreren Partnern schlägt Mundus maris eine Zusatzveranstaltung in der Blauen Zone vor. Die Mitorganisatoren sind:
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB), Deutschland;
Deutsche Allianz für Meeresforschung
Deutsche Meeresstiftung;
der Verein Terra Curanda, Belgien/Argentinien;
Seas At Risk, Belgien.
Das Nationale Dekade-Komitee für Belgien hat freundlicherweise eine finanzielle Unterstützung gewährt.
Die Universidad Nacional de Costa Rica ist ein Ehrengast.
📌 Wie man an der Aktivität persönlich teilnimmt
Format: Eine flexible, interaktive Veranstaltung an einem oder zwei Tagen (jeweils 75 Minuten), bei der die 4 Papierhefte und vier Notebooks für elektronische Aufzeichnungen auf zwei Tischen liegen. Die Deckblätter der Notizbücher enthalten Details zu den ausgewählten Gemälden.
Interaktion: Die Teilnehmer können an den dafür vorgesehenen Stellen direkt in die Papierhefte schreiben. Zusätzlich stehen A5-Karten zur Verfügung, auf die die Teilnehmer ihre Beiträge schreiben oder zeichnen können, die dann in die Notizbücher eingeklebt werden können. Darüber hinaus stehen die digitalen Notizbücher für die direkte Aufzeichnung von Ansichten, Vorschlägen und Kommentaren zur Verfügung.
Organisation: Mitglieder der gemeinnützigen Organisation Mundus maris führen gemeinsam mit Partnern und Teilnehmern in die einzelnen Themen ein und fördern den Dialog. Die Teilnehmer sind eingeladen, Texte, Bilder und Kommentare in die Papier- und/oder digitalen Notizbücher zu schreiben, zu entwerfen oder zu kopieren.
Diskussionen: Es werden 4 Kurzvorträge gehalten, jeder mit einer 2-minütigen Einführung und 3 Minuten Publikumsinteraktion, basierend auf bereits in den Notizbüchern geschriebenen Texten.
Verfügbarkeit: Die Veranstaltung wird in drei Sprachen durchgeführt: Englisch, Französisch (für Frankreich) und Spanisch (für Costa Rica). Zeichnungen werden ebenfalls als Beiträge akzeptiert.
Einrichtung: Es ist wünschenswert, dass zwei Tische und mindestens vier Stühle für die Teilnehmer zur Verfügung stehen.
Präsentation: Die Notizbücher werden zu einem Fischernetz aus Ideen, Gedanken und Kunst zusammengebunden, das die Vernetzung der ozeanbezogenen Themen symbolisiert.
Verhaltenskodex: Alle Texte und Beiträge müssen den ethischen Richtlinien entsprechen, die mit der UNOC3 und ihren Aktionsthemen sowie den internationalen UN-Regeln übereinstimmen.
Abschluss: Nach der Veranstaltung werden die elektronischen Notizbücher an UNOC3, die UNESCO Ozean-Kompetenz oder an lokale Gruppen, die sich für den Schutz des Ozeans einsetzen, als Vermächtnis der Veranstaltung gespendet.
Weitergabe: Eine Auswahl der Beiträge wird nach dem UNOC3 auf der Mundus maris-Website und den Websites der Partner zur Verfügung gestellt. Besonders interessante Beiträge werden in einem schön gestalteten Buch zusammengestellt, ähnlich dem Buch der Meereswelt, das mit Beiträgen von Jugendlichen zum Weltozeantag erstellt wurde.
Notebook 1: Das Meer und seine Bewohner
🎨 Original-Gemälde: Valencianische Fischerfrauen (Joaquín Sorolla, 1903)
🔍 Kernfrage: Wie können wir den Ozean als wesentlichen Teil der Menschheit begreifen und seinen Schutz gewährleisten?
📊 Kontext: Der Ozean beherbergt Millionen von Arten, unterstützt Küstengemeinden und liefert Nahrung, Sauerstoff und reguliert das Klima. Seine Gesundheit wird jedoch häufig durch kurzfristige Entscheidungen beeinträchtigt. Die Küstengebiete stehen aufgrund von Urbanisierung, Tourismus und Klimawandel unter Druck. Die Küstengemeinschaften, einschließlich der handwerklichen Fischer und der indigenen Völker, brauchen ein Mitspracherecht, damit die Verantwortung und die Vorteile gerecht aufgeteilt werden. Dabei müssen auch die Wissenschaft und das lokale ökologische Wissen berücksichtigt werden.
🌱 Relevante SDGs: 3, 11, 13, 14, 15
Notebook 2: Der Ozean und seine Vielfalt
🎨 Original-Gemälde: Fischerboote (Vincent Van Gogh, 1888)
🔍 Kernfrage: Wie können wir ein Gleichgewicht zwischen der Nutzung des Ozeans und seiner Erhaltung und Regeneration schaffen?
📊 Kontext: Der Ozean ist ein riesiges und weitgehend unerforschtes Ökosystem, das jedoch durch Überfischung, Zerstörung von Lebensräumen, Verschmutzung und Tiefseebergbau bedroht ist. Die Hohe See, die 64 % des Ozeans ausmacht, ist nach wie vor unreguliert. Die Wiederherstellung der Gesundheit der Ozeane, eine verantwortungsvolle Fischerei und der Schutz der Meere sind für die Erhaltung der biologischen Vielfalt und die Sicherung der Meeresdienstleistungen für alle von wesentlicher Bedeutung. Die Forschung hat bereits zu Erkenntnissen geführt, z. B. über die Vorteile des Ökosystemansatzes in der Fischerei, muss aber durch die Vermittlung von Fachkenntnissen über die Ozeane und die Achtung des Wissens der einheimischen Bevölkerung noch weiter verbreitet werden.
🌱 Relevante SDGs: 9, 10, 12, 14, 16
Notebook 3: Der Ozean und der Klimawandel
🎨 Original-Gemälde: Meereslandschaft bei Sonnenaufgang (Claude Monet, 1873)
🔍 Kernfrage: Rettet uns der Ozean vor dem Klimawandel, oder zerstören wir ihn?
📊 Kontext: Der Ozean ist der wichtigste Klimaregulator des Planeten, da er CO2 und Wärme absorbiert. Der steigende Meeresspiegel, die Versauerung der Meere und extreme Wetterbedingungen bedrohen jedoch sowohl die menschliche Bevölkerung als auch die marinen Ökosysteme. Die Energiewende und die Bemühungen zum Schutz der Meere müssen mit einer besseren Gesundheit des Ozeans einhergehen.
🌱 Relevante SDGs: 7, 13, 14
Notebook 4: Der Ozean als Gemeinschaftsgut
🔍 Kernfrage: Wie können wir sicherstellen, dass der Ozean eine gemeinsame Ressource für alle bleibt?
📊 Kontext: Der Ozean ist ein globales Gemeinschaftsgut, das jedoch zunehmend für die kommerziellen Interessen einiger weniger ausgebeutet wird. Neben seiner wirtschaftlichen und ökologischen Bedeutung besitzt der Ozean auch einen immateriellen kulturellen und spirituellen Wert für die Menschheit, der von der UNESCO anerkannt wird. Der Schutz des maritimen Erbes, des traditionellen Wissens und der kulturellen Ausdrucksformen im Zusammenhang mit dem Meer ist für künftige Generationen von grundlegender Bedeutung. Die Meereskultur, eine integrative Politikgestaltung, die umsichtige Nutzung der Wissenschaft und rechtliche Rahmenwerke wie der Vertrag über die Hohe See (BBNJ) und der Globale Rahmen für die biologische Vielfalt (GBF) sind für die Zukunft des Meeres von entscheidender Bedeutung. Globale Grundsätze müssen mit einer lokal angepassten Umsetzung verbunden werden. Technologie kann die Gesundheit der Meere sowohl fördern als auch schädigen.
🌱 Relevante SDGs: 14, 16, 17
Deutsche Übersetzung von Claudia Mense.